Nur Mut wird belohnt

04.05.2022

 

Erinnert euch an den Kater Schröder. Er kam regelmäßig an die Futterstelle, die von einer Tierfreundin eingerichtet wurde, um zu fressen. Durch Katzenschnupfen hatte er fast sein Augenlicht verloren und so fiel es ihm sehr schwer zu jagen. Er konnte eingefangen werden und kam zu uns. Durch eine Augenoperation konnte er wieder einigermaßen sehen. Schröder war sehr zurück haltend zu den Menschen. Er freundete sich jedoch mit der Kätzin Phönix an. Sie kam im Juli 2021 mit ihren drei Jungen zu uns. Phönix sollte, als die Jungen vermittelt waren, kastriert wieder am Einfangort ausgesetzt werden. Aber ich brachte es nicht übers Herz, diese wunderbare Katze mit ihren schönen Augen ihrem Schicksal zu überlassen.


Schröder, jetzt Kimmi, zu Beginn seiner Reise, noch vorsichtig und geduckt.

Kein Vergleich mehr zu heute! 

 

Auch Phönix verhielt sich gegenüber den Menschen zurück haltend, abwartend, nicht aggressiv. Nie hat sie mich angefaucht oder gekratzt. Als Schröder zu ihr kam war es, wie soll ich es ausdrücken, Liebe auf den ersten Blick. Sie schmusten miteinander, stießen ihre Köpfe aneinander. Schröder hing quasi an ihrem Rockzipfel. Es war klar, beide mussten zusammen vermittelt werden. Zwei Katzen, die sich nur bedingt streicheln lassen, das war eine Mammutaufgabe.

 

Aber es geschehen noch Wunder. Und dieses Wunder traf im Januar 2022 in Gestalt von zwei wundervollen Frauen ein. Ulli und Dorothee erfuhren von den beiden Schicksalen und nahmen Schröder und Phönix bei sich auf.

 

Mit sehr viel Geduld und Liebe erlangten sie das Vertrauen des Katzenpaares. Es gab auch immer wieder Rückschläge, aber die hielten Ulli und Dorothee nicht davon ab, weiter an Phönix und Schröder, er heißt jetzt Kimmi, zu glauben. 

 

Sie bewiesen den Mut, sich auf das Abenteuer einzulassen, zwei nicht ganz einfache Katzen aufzunehmen, um ihnen ein schönes Zuhause zu bieten. Zur Belohnung bekamen sie Vertrauen, Zuneigung und Liebe von Kimmi und Phönix. Wie wertvoll dies alles ist, können wirkliche Katzenfreunde bestimmt nachvollziehen.

Luckys berührende Geschichte

30.03.2022

 

Ein Kater schlich abgemagert und torkelnd auf einem Grundstück herum. Er musste schon länger unterwegs sein. Die Familie, der das Grundstück gehört, wurde auf ihn aufmerksam. 

 

Eine Befragung der Nachbarn, ob jemand wüsste, wem er gehört, erbrachte nichts. Ein Nachbar wollte ihn erschlagen, wenn er noch einmal auf sein Grundstück würde kommen. 

 

Weil der arme Kater vor Hunger schrie, wurde er gefüttert und eine Kiste für die Nacht wurde für ihn bereitgestellt. Da die Familie ihn nicht behalten konnte, wurden wir angerufen. So kam er zu uns. Am nächsten Tag wurde er der Tierärztin vorgestellt. Er wurde untersucht, abgehört und geröntgt. Und was dabei herauskam was niederschmetternd. 

 

Lucky, so nennen wir ihn, ist ein älteres Semester. Nur ein Lungenflügel funktioniert noch und sein Herz schlägt nicht mehr so, wie es sollte. Lucky hat einen guten Appetit. Das zeigt uns, dass er noch Lebenswillen hat. Er bekommt ein Medikament zur Kräftigung des HerzensEr schläft vielaber wenn er wach ist, fordert er seine Streicheleinheiten ein. Wir wissen nicht wie lange Lucky noch zu leben hat, aber wenn der Tag kommt, wird er seinen letzten Weg nicht alleine gehen müssen. Er hat bei uns ein Zuhause gefunden. 

 

Vielen Dank an die Familie, die sich seiner angenommen und nicht weggeschaut hat.

Renate Mietzerazzis Katzengeschichten

Bildergalerien: Zur größeren Darstellung bitte direkt auf´s Bild klicken

Muttis schwarze Streuner, 24.04.2022

Die Zahnfee, 21.04.2022

Die Mietzerazzi Bande stellt sich vor, 05.12.2021

Samson, unser kleiner Kämpfer

Die wilde Mama des kleinen Samson hatte nicht genügend Milch und daher kam er in eine Pflegestelle. Eine schwache, halbverhungerte Handvoll Katze, die die Pflegerin anfangs Tag und Nacht forderte. Lange stand es auf der Kippe, ob er es überhaupt schafft. Der so wichtige Saugreflex war nicht mehr vorhanden und er hatte schlimmen Durchfall. Nach einigen sorgenvollen Tagen ging es bergauf und Samson ist mittlerweile ein bildhübscher und gesunder Kater, der seine neue Besitzerin fest um die Pfote gewickelt hat. 

 

Eine Handaufzucht von Babykatzen ist eine zeitraubende und schwierige Aufgabe. Die Kleinen brauchen je nach Lebenswoche alle 2 bis 3 Stunden Milch und Hilfe beim Kot und Urin absetzen. Die Nahrungsaufnahme und Ausfuhr muss strengstens beobachtet werden, um ein Missverhältnis zügig zu bemerken. Einige Stunden ohne Nahrung kann für ganz kleine Kitten bereits das Todesurteil sein. Zusätzlich ist auf Wärmeerhalt zu achten und die Körperpflege muss übernommen werden. Haben die Kitten keinen Saugreflex braucht es Erfahrung, Geduld und kompetente Hände.